Sehr geehrte Damen und Herren,

Sie lehnen die Legalisierung von Cannabis für den Freizeitkonsum ab? Mit welchem Recht möchten Sie anderen erwachsenen Menschen den Konsum einer Pflanze verbieten?

Ich als Konsument muss schon seit Jahrzehnten viel ertragen:

1.)
Die vielen haltlosen Argumente gegen eine Legalisierung, welche oft mit einer selbstverständlichen Überheblichkeit vorgetragen werden.

2.)
Die Doppelmoral

3.)
Die vielen unsachlichen Medienberichte über Cannabis, was sich aber zumindest in den letzten jahren gebessert hat. Wobei immer wieder irgendwelche Berichte produziert werden, welche die sensationsgier befriedigen und das konservative Lager bedienen sollen.

4.)
Die Angst den Führerschein zu verlieren, obwohl ich niemals berauscht Auto fahre.

5.)
Die Verwehrung meiner verfassungmäßigen Freiheitsrechte.

 

Es gibt zum Glück immer mehr Experten, welche sich für eine Legalisierung einsetzen, wie z.B. LEAP Deutschland, der Schildower Kreis und die Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen.

Nur weil ich für eine Legalisierung von Cannabis bin, bedeutet dies nicht, dass ich es automatisch verharmlose. Es gibt natürlich Risiken, wie bei allen Substanzen und vielen Verhaltensweisen. Dem Bürger wird in allen Bereichen die potentielle Selbstschädigung mit all ihren Folgen zugestanden, außer bei dem Konsum von Cannabis.
Man muss kein Rechtsexperte sein um sehen zu können, dass die aktuelle Situation sehr ungerecht ist.

Wie eine vernünftige Aufklärung für Jugendliche aussehen könnte, habe ich aus meiner laienhaften Sicht bereits grob skizziert:
Ehrliche Aufklärung statt CDU/CSU Propaganda

Es wird jetzt schon seit langer, sehr langer Zeit diskutiert. Ich möchte auch gar nicht mehr an dieser Stelle im Detail auf die ganzen Argumente eingehen, das habe ich schon an anderer Stelle häufig genug getan, wie z.B. hier:

Argumente, Meinungen, Fakten und Mythen in der Cannabis-Diskussion (Unterpunkt im folgenden Link)
Infos, Infos, Infos…

Die Folgen des Cannabis-Verbots
Die Folgen des Cannabis-Verbots

Im Prinzip liegen die wichtigsten Argumente auf dem Tisch und wurden schon häufig in diverser Weise und von vielen Menschen durchleuchtet. Diese Diskussion nervt nur noch alle Betroffenen und schürt Unmut!

“Nach so vielen Jahrzehnten ergebnisloser Diskussionen sind wir nicht mehr an Glaubenssätzen, Meinungen und Allgemeinplätzen zur Prohibition interessiert. Wir erwarten Beweise. Für die Vorteile von Prohibition wurde noch kein einziger vorgelegt. Diejenigen dagegen mehren sich von Jahr zu Jahr. Ob uns das gefällt oder nicht, spielt überhaupt keine Rolle. Es sei denn, Suchtpolitik wäre eine Geschmacksfrage.”
Dr. Raphael Gaßmann, Geschäftsführer der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen

Ihr Legalisierungsgegner müsst Cannabis nicht mögen, das verlangt auch niemand. Ich verlange aber, dass man die fundierten Argumente der Befürworter ernst nimmt.

Ich habe trotz meiner enorm strapazierter Nerven sogar Verständnis bezüglich der Sorgen einiger Legalisierungsgegner. Aber die Ängste sind unberechtigt, wie die Beispiele in einigen US-Staaten und Kanada beweisen. Dort sind zum Teil die Regularien sehr locker, was z.B. Werbung betrifft. Dies würde ich hierzulande anders umsetzen und gleichzeitig ein komplettes Werbeverbot für alle legalen Drogen einführen.

Ich möchte aber auch an dieser Stelle gar nicht mehr, wie bereits gesagt, weiter ins Detail gehen.

Cannabiskonsumenten sind genauso Teil der Gesellschaft und in jeder Schicht vertreten. Vom Unternehmer bis zur Hilfskraft. Es gibt überall Cannabis-Konsumenten in unterschiedlichster Ausprägung.

Ob man es wahrhaben möchte oder nicht:
Cannabis ist schon seit langer Zeit Teil unserer Gesellschaft!

Die Stigmatisierung ist leider immer noch das größte Hemmnis um bei Demonstrationen für die Legalisierung teilzunehmen.

Ich bin es einfach leid!

Mit hoffnungsvollen Grüßen
Ein Konsument