Warum soll es Modellprojekte für Cannabis geben?

Gab es Modellprojekte für Fastfood, Kaffee, Alkohol, Tabak oder Süßigkeiten?

Warum soll man so einen Aufwand für ein pflanzliches Rauschmittel betreiben, dass seit Jahrtausenden verwendet wird und zusätzlich sogar medizinischen Nutzen bieten kann. Es richtet nachweislich weniger Schaden als die rein destruktiven und legalen Drogen an, welche man trotzdem nicht verbieten sollte. Das Modellprojekt “Alkohol-Prohibition” ist in den USA bekanntermaßen grandios gescheitert und hat die falschen Leute reich gemacht und viel Leid erzeugt. Die Erkenntnisse kann man fast 1:1 auf die Cannabis-Prohibition übertragen.

Schaut nach Kanada, USA, Uruguay, Portugal und den Niederlanden, wenn ihr auf Erfahrungen zurückgreifen wollt, aber verzögert die Legalisierung nicht durch Modellprojekte!

Überlegt euch in Zusammenarbeit mit richtigen Experten sinnvolle Regeln für einen regulierten Markt!

Und bei Problemen, die sich erst nach einer Re-Legalisierung von Cannabis zeigen sollten, kann man an den richtigen Stellschrauben drehen, wie es vergleichsweise beim Tabak der Fall war.

Während wir diskutieren, können Jugendlich öfters einfacher (verunreinigtes) Cannabis besorgen, als Alkohol.

Über ein Werbeverbot von Alkohol sollte man auch mal sprechen. Genauso ist die Tatsache, dass harter Alkohol unverschlossen im Supermarkt-Regal steht, absolut unverständlich.

Ein Verkauf von Zigaretten über Automaten mit einem lächerlichen Jugendschutz ist übrigens auch ein Witz.

Die völlig übertriebene Hysterie bei dem Thema Cannabis resultiert doch auch den USA und gerade dort erkennt man immer mehr, dass die Cannabis-Prohibition eine dramatische Fehlentscheidung war.

Es gibt Gefahren bei übermäßigem Konsum, insbesondere bei Jugendlichen, aber genau diese würde man durch eine Legalisierung viel besser schützen und ehrlich aufklären. Im Verhältnis zu den möglichen Folgen übermäßigen Alkoholkonsums, wie z.B. dem Tod, ist das Cannabis-Verbot für Millionen von Menschen einfach nicht nachvollziehbar.

Überlasst den bestehenden Markt nicht noch länger der unregulierten Untergrundwelt. Das hat für alle Nachteile, außer für die Schwarzmarkthändler.